kraxl in der Presse

Artikel jezza! Magazin - Heft Februar/März 2019 (Nr. 75)

Unternehmen Nachhaltigkeit - Die Kletterhosen von „Kraxl“

Wenn Lösungen vor der Haustür liegen: Die griabige Hosenkollektion der Alpinsportzentrale Landsberg

Fast so schön wie manches Märchen hört sich die Geschichte an von Tommy aus Prittriching, der nach einem Bandscheibenvorfall und einer Umschulung zum Modeschneider um seine berufliche Selbständigkeit kämpft und eines Tages Josef, den Inhaber eines Landsberger Sportgeschäfts trifft. Dieser träumt schon lange von der perfekten Kletterhose, kann aber einfach keinen Hersteller finden, der seine Ideen umsetzen möchte. Gemeinsam schaffen die beiden Männern das scheinbar Unmögliche: Sie kreieren eine eigene Kletterhose, produzieren diese selbst vor Ort, geben ihr einen bayerischen Namen und sind seither auf Erfolgskurs.
Das allerbeste aber ist, dass diese Geschichte Wirklichkeit ist und die Kletterhosen der Eigenmarke „Kraxl“ so echt, so funktional, so formvollendet und so kultig sind, dass sie mittlerweile auch weit über die Region hinaus bekannt sind und längst nicht nur zum Bergsport gekauft und getragen werden.

Mit Visionen und Know-How zum perfekten Produkt

Doch die Geschichte geht noch weiter. Denn Josef und Tommy wollen nicht einfach nur eine Kletterhose produzieren, sondern die Kletterhose sozusagen neu erfinden. Sie wollen ihr Expertenwissen als Kletterer und das Feedback ihrer Kunden der Form und dem Schnitt der Hosen zugrunde legen und damit höchsten sportlichen Standards genügen. Das Design soll erkennen lassen, dass diese Hose etwas ganz Besonderes ist – so eine hängt nicht in jedem Laden an der Stange.
Und der Stoff soll sich durch hohe Verarbeitungsqualität und Langlebigkeit auszeichnen. Schnell ist klar: Das funktioniert nur, wenn man seine Zulieferer gut kennt, mit dem Stoffproduzenten vor Ort seine Ideen besprechen kann und zu guter Letzt auch weiß, woher die Baumwolle für die Stoffe kommt und nach welchen Kriterien sie angebaut wird, damit die Qualität gleichbleibend hoch ist. Die fair gehandelte Baumwolle für die „Kraxl“-Hose kommt aus der Türkei (Josef: „Denn bei uns wächst ja keine Baumwolle.“). Sie kommt als Rohmaterial nach Deutschland und wird hier unter besten Arbeitsbedingungen gesponnen, gewebt und gefärbt – streng nach 100% Öko-Standard.
Und das Ergebnis aus all den Erfahrungen, die Josef und Tommy bei der Entwicklung ihrer Kletterhosen machen: Fair, bio und regional – so lauten die richtigen Voraussetzungen, um am Ende die perfekte Hose in der Hand zu halten!

Sportliche Ziele

Josef und Tommy setzen die Messlatte noch ein Stückchen höher und beschließen: Die Umweltbelastung, die durch die Fertigung einer Kraxl-Hose entsteht, soll so gering wie möglich sein! Das fängt nun damit an, dass der Baumwollsamen nicht von Monsanto stammt und erstreckt sich über den gesamten Produktionsprozess bis hin zur Fertigung der Hosen in Tommys Manufaktur in Prittriching, die mit einem modernen Heizsystem auf Grundlage von selbstangebautem Elefantengras beheizt und bestmöglich mit selbsterzeugtem Sonnenstrom betrieben wird. Weil „Kraxl“ dabei auch noch auf eine schlanke Firmenstruktur und einen Direktvertrieb ohne teure Marketingstrategien setzt, bleibt das Preis-Leistungsverhältnis der Hosen unschlagbar. Und so liefern Josef und Tommy den Beweis: Es ist möglich, regional ethisch einwandfreie Bekleidung zu einem marktgerechten Preis herzustellen und dabei auch noch richtig Spaß an der Arbeit zu haben.
Zu kaufen gibt es die Kraxl-Hosen übrigens in der Alpinsportzentrale in Landsberg oder im Kraxl-Onlineshop. Dort kann man sich zwischen den Modellen Josephine, Sepp, Schorsch und Toni in vielen verschiedenen Farbkombinationen entscheiden. Sie alle tragen das unverkennbare Kraxl-Logo und sind mit vielen praktischen Details ausgestattet wie z.B. dem Minikarabiner in der Hosentasche, bei dem der Schlüssel auch dann sicher verwahrt bleibt, wenn das Leben mal kopfsteht. Und – pssst: Die Knackarschgarantie ist inklusive. Nur kann es mittlerweile manchmal vorkommen, dass man auf sein Lieblingsmodell ein bisschen warten muss, weil die Kraxl-Hosen so gern gekauft werden und Qualitätsarbeit eben ihre Zeit braucht. Doch das Warten lohnt: Denn auch das neue Jahr wird wieder voller mehr oder weniger sportlicher Herausforderungen stecken, die man mit der richtigen Hose vielleicht nicht besser meistert, aber doch auf alle Fälle modischer, bequemer und ethisch absolut korrekt!

Artikel in der ALPS WINTER 2018/19

TOMMY SIEBER
MODESCHNEIDER

„Meine
Kletterhosen
besitzen eine
Knackpogarantie“

ALPS: Sie sind eigentlich gelernter Sonnenschutztechniker. Verraten sie uns, wie sie zum erfolgreichen Modeschneider wurden?
SIEBER: Nach der dreijährigen Ausbildung arbeitete ich im PKWAnhänger-Bau, wobei ich einen Bandscheibenvorfall erlitt. Nach einer Bandscheiben-OP machte ich eine Ausbildung zum Modeschneider bei der IHK Schwaben und entschloss mich ein eigenes Unternehmen zu gründen.

ALPS: Was reizt sie an der Schneiderei?
SIEBER: Ich liebe die Vielseitigkeit des Textilgewerbes, angefangen von der Materialbeschaffung über den Entwurf bis hin zu den verschiedenen Nähtechnologien.

ALPS: Wie kam es zu der Idee, eine Kletterhose zu designen?
SIEBER: Auf der Suche nach Geschäftspartner stieß ich auf Josef Weber aus der Alpinsportzentrale in Landsberg, der auf der Suche nach der perfekten Kletterhose war. Als aktiver Kletterer testete er ständig meine neuesten Modelle, die wir dann gemeinsam optimierten.

ALPS: Was zeichnet ihre Kletterhosen aus?
SIEBER: Sie werden aus einem äußerst robusten Bio-Baumwollstoff vollstufig in Deutschland produziert, sie sind lässig geschnitten und besitzen uneingeschränkte Bewegungsfreiheit.

ALPS: Wie schaffen sie es, die Hosen zu einem so moderaten Preis anzubieten?
SIEBER: Den höheren Arbeitslohn in Deutschland und die höheren Kosten der regionalen Bio-Materialien kompensieren wir durch eine extrem schlanke Firmenstruktur und durch Mitarbeiter, die für ihre Arbeit brennen.
www.tommysieber.de
www.kraxl.eu

Kraxl Kletterhosen sind Produkt des Monats in der Alpin Ausgabe 8-2018

 

BR Radio - Kletterhosenhersteller Tommy Sieber und Josef Weber

Ein Beitrag von: Wolf, Margarita - Stand: 26.04.2018

Tommy Sieber, Margarita Wolf und Josef Weber | Bild: BR/Markus Konvalin

Klettern ist seit Jahren ein gefragter Trendsport. Dazu braucht man neben Seilen, Gurten und Karabinern auch eine Kletterhose. Weil es aber gar nicht so leicht ist, eine passende aus hochwertigen Materialien gefertigte zu finden, haben sich der Modeschneider Tommy Sieber und der Kletterer und Sportladenbesitzer Josef Weber zusammengetan und die Hose "Kraxl" auf den Markt gebracht.

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Artikel von Sophia Koppensteiner in der "Land der Berge" Sonderausgabe 2018, die der Tageszeitung "Standard" in Österreich beigelegt war.

Land der Berge


... "KRAXL steht für Slow Fashion und „viel Leidenschaft“. In Landsberg am Lech entwickeln und nähen Josef u. Tommy durchdachte Kletterhosen aus Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau, die in der Türkei geerntet und in Deutschland gewebt wird. Neben den Verkaufsschlagern „Sepp“ und „Josefine“ bietet KRAXL auch Maßanfertigungen
an und beheizt die kleine Produktionsstätte mit selbst angebauter Biomasse." ...

Der volle Artikel zum nachlesen: Equipment mit Verantwortung

Kraxl im Kreisboten Landsberg 21.02.2018

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Prittriching/Landsberg – Bei 200 Lagen wird selbst weiche Baumwolle zum Brett. „Hart wie Holz“, sagt Tommy Sieber. Er klopft auf den dicken Stapel Stoff auf dem Zuschneidetisch. Mit einer Schere hat das keinen Zweck – hier muss ein „Stoßschneider “ ran. Hat er natürlich, denn der Mann ist Profi: Sieber ist selbstständiger Modeschneider. Mit der Kletterhose „Kraxl“ lieferte er den Beweis, dass sich Textilproduktion in Bayern sehr wohl lohnen kann. In einem ehemaligen Einfamilienhaus in Pittriching-Winkl produziert er in Handarbeit eine Hose, die pro Jahr 3000 Mal über den Ladentisch geht.

Optisch hat Sieber nichts, aber gar nichts vom Klischee-Modeschneider: Die Statur kräftig, fast bullig. Mit kurzrasiertem Kopf, Dreitagebart und breitem Grinsen steckt der 31-Jährige in einem Hiphop-Outfit. Der Mann würde gut als Handwerker am Bau durchgehen – und das war er auch mal: Sieber hat Rolladenbauer gelernt. „Maurer wollt ich nicht, das war schon der Vater.“

Der Job ist aber nicht weniger hart. „Ich hab auch Fenster gesetzt und Wintergärten gebaut“, sagt er. Die Quittung: Ein Bandscheibenvorfall nach wenigen Jahren. Physiotherapie, Wirbelsäulengymnastik, alles ohne Erfolg. Schließlich eine Operation, dann sind die Schmerzen weg. „Schwer heben darf ich aber nicht mehr“, sagt er. Muss er auch nicht. Textilien sind viel leichter als Dreifachglas-Fenster. Hart arbeiten muss Sieber trotzdem. „Zwölf Stunden am Tag“, sagt er. Acht bis zehn Hosen schafft er am Tag. Er beschäftigt drei 450 Euro-Kräfte, ansonsten ist „Tommy Sieber“, wie seine Mini-Fabrik heißt, eine One-Man-Show. Inzwischen ist sie in Siebers ehemaliger Wohnung in seinem Elternhaus Pittriching-Winkl untergebracht, er selbst ist ausgezogen: Die Nähmaschinen stehen im früheren Wohnzimmer, das Büro ist in der Küche. Im Badezimmer hängen Schnittmuster von der Decke, an den Wänden stecken hunderte von bunten Garnrollen. Das hat was von Arbeits-WG.

Wenn Tommy Sieber nicht an der Nähmaschine sitzt, kümmert er sich um alles: Im Moment ist ein Gast da, zum Probearbeiten. Jasmin Hohn, 28, sucht einen Nebenjob. Sieber zeigt ihr, wie man Hosentaschen mit dem Bügeleisen fürs Nähen vorbereitet. Während der Dampferzeuger am Bügeltisch keucht und Jasmin bügelt, schlummert eine rote Katze auf einem Stoffstapel. „Kodale, unser Maskottchen. Der hat alles im Blick“, sagt Sieber und lacht, dass seine Augen zu schmalen Schlitzen werden.

Eine Umschulung über die Agentur für Arbeit brachte Sieber nach der OP an die Nähmaschine. Bei der IHK Augsburg macht er eine zweijährige Ausbildung zum Modeschneider. Allerdings nicht, weil er von Haute Couture träumt. „Mode hat mich noch nie interessiert“, sagt er trocken. Es ist das Herstellen, das textile Handwerk, was ihn reizt: Früher waren es Tabakbeutel, die er für Freunde macht. Später Hemden. Die gelingen aber erst nach der Ausbildung: 2014 macht er sich, den Gesellenbrief in der Tasche, selbstständig.

Es vergeht ein Jahr, bevor er mit „Kraxl“, der Kletterhose, seine Existenz auf zwei solide Hosenbeine stellen wird. Ein hartes Jahr. „Ich hatte keine Krankenversicherung mehr“, gesteht Sieber. Seine Freundin kauft für ihn Essen ein. Die bange Frage: Wie Aufträge bekommen? Sieber klappert Boutiquen in Augsburg, Landsberg und Fürstenfeldbruck ab. Sagt: Ich schneidere Euch Eure Lieblingshose! Manche Inhaber schlagen ein, freuen sich über die gute Qualität.

Sieber schneidert los. Näht im „Milchkammerl“, einem kalter und feuchter Raum in dem ehemaligen Bauernhof. Zwischen ihm und den Maschinen ist kaum Platz. Auch, wenn er sparsam vorgeht – etwa den Zuschneidetisch selbst zimmert – muss er viele tausend Euro in gebrauchte Maschinen investieren. Er lernt den harten Preiskampf kennen. „Aldi verkauft Hosen für 9,99 Euro. Da krieg ich nicht mal den Stoff dafür“, erklärt er. Mancher Freund sagt: ‚Jetzt such dir endlich einen Job!’ Sieber zweifelt – macht aber weiter.

Bis sich seine Wege mit denen von Josef Weber kreuzen. Auf der Geburtstagsparty eines Freundes. „Ich habe jemanden gesucht, der uns Kletterhosen schneidern kann“, sagt Weber heute. Der 39-Jährige ist Mitinhaber der Alpinsportzentrale in Landsberg. Die Chemie stimmt, die Männer experimentieren herum – und 100 Hosen später ist „Kraxl“ ausgereift. Praktisch, robust, bequem am Fels. Und, wie Weber erklärt, „einen schönen Hintern macht sie auch“.

„Kraxl“ ist aus zertifizierter Biobaumwolle, von einer deutschen Weberei. Und hat viele liebenswerte Details, wie etwa einen blauweißen Rautenmuster-Einsatz an einer Tasche: Made in Bavaria eben. Sie wird zum Renner bei Kletterern und Bouldern, die die gute Qualität schätzen – und den moderaten Preis von 120 Euro. Nicht viel, angesichts der rund 100 Arbeitsschritte. „Den Preis kriegen wir hin, weil wir direkt vertreiben“, sagt Weber. Und weil sie vieles selbst machen: Webers Laden-Kompagnon Martin Schmid macht die Finanzen, als Fotomodelle halten Weber und Siebers Freundin her. Und natürlich, weil Sieber und sein Team so produktiv sind.

Jasmin ist nun mit der Probearbeit fertig und stellt das Bügeleisen ab. „Ich wäre dabei“, sagt sie, und strahlt. Sieber nickt, er ist zufrieden mit ihrer Leistung. Und – klar! – er kann bei den Hosen Unterstützung brauchen. Inzwischen schafft er es gelegentlich, selbst mal Sport zu machen. Und Zeit für die Freundin zu haben. „Ich hätte aber Lust, mal wieder ein bisschen zu ‚desig­nern’“, sagt er.

Eine Mütze gibt es, ein „Kraxl“- Kalkbeutel für die Kletterer ist schon in Arbeit. Und ein Kleidchen für die Kletterdamen in Planung: Fürs „Après-Klettern“ nämlich. Bedeutet aber: erneut viele Stunden an der Nähmaschine. Sieber winkt ab: „Gegen Arbeiten hab ich noch nie was gehabt.“

Klaus Mergel


Kraxl im Kletterhosentest im Klettermagazin "Klettern" Nr. 3/2016

Ganz neu auf dem Markt sind die Hosen von Kraxl, so neu, dass die Shopseite der Firma noch keinen Monat alt ist. Die Hosen werden im bayerischen Landsberg designt und hergestellt. Wie bei vielen Kleinfirmen ist die Machart liebevoll und aufwendig, besonders die „Sepp“ ist mit Taschen und Schlaufen für Chalkbag und Bürste bestens ausgestattet. Die Damenhose „Conny“ kommt etwas einfacher daher, gefällt aber durch Bequemlichkeit und engt vor allem vom Schnitt her beim Klettern nicht ein. Das gilt im übrigen auch für die „Sepp“. Bei beiden Hosen ist der Stoff fest, aber nicht zu dick oder warm.

Fazit: Biobaumwolle, gute Schnitte und Ausstattung, dazu noch echt bayerischer Style mit blau-weißen Applikationen: Die Kraxl-Hosen sind noch jung, können aber schon gefallen. 
Material: 98 % Bio-BW, 2 % Elastan
Ausstattung: elast. Bund mit Druckknopf, Eingriff mit Knopfleiste; Beinsaum mit Kordelzug; 2 Taschen vorn; 3 Taschen hinten, davon 2 mit Druckknopf; seitl. Tasche am Oberschenkel; Schlaufe für Boulderbürste seitl., Schlaufe für Chalkbag hinten. Preis: 109,95 Euro www.kraxl.eu

Kletterhosentest im Klettermagazin Nr. 3/2016


kraxl in der Augsburger Allgemeine/LANDSBERG 07. Juni 2017

Augsburger Allgemeine